Vorschriften des Vergabewesens

Letzte Änderung 5.5.2012 - beachte die Neufassungen der §§ 97 ff GWB 2011, der VgV 2012, der SektVO 2011!

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Normenflut hält weiter an

Fast jedes Land der Bundesrepublik trägt dazu bei
Die Normenflut in Deutschland ist ungebrochen – und fast jedes Land der Bundesrepublik trägt dazu bei, dass es so bleibt. Und dass – im Gegenteil – die Vorschriften von Tag zu Tag mehr werden.

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Neue EU-Richtlinie liegt weiter auf Eis

Auch wenn die Landesgesetzgeber sehr aktiv sind:
Die neue EU-Richtlinie zum Vergaberecht lässt wohl bis Ende 2013 weiter auf sich warten. Dafür wird in diesem Jahr aber kaum ein Monat vergehen, in dem sich nicht wiederum ein Landesgesetzgeber mit einer Neuerung oder Änderung befasst.

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Doch Rechtsschutz unterhalb der europäischen Schwellenwerte vor Zuschlag?

OLG-Entscheidung sorgt für Furore
Eine neue Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg hat vor allem bei Bauaufträgen unterhalb der Auftragswerte von 5.150.00 € netto für Furore gesorgt.

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Schuldrechtsreform änderte nichts

Prüfungs- und Hinweispflichten bleiben bestehen
Daran hat auch die Schuldrechtsreform nichts geändert: Prüfungs- und Hinweispflichten des Werkunternehmers, wenn er Vorarbeiten anderer Unternehmer fortsetzt oder seine Leistungen mit denen anderer Unternehmen gekoppelt sind, bleiben bestehen. Das hat der Bundesgerichtshof in einer neueren Entscheidung betont. Bauunternehmer und Auftraggeber sollten diese Grundsatzentscheidung nach neuem Recht kennen und sich entsprechend absichern.

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Wenn Angebote ohne geforderte Nachweise abgegeben werden

Keine Chance auf Schadensersatz
Der Bundesgerichtshof hat erneut konsequent gegen Bauunternehmen entschieden, die geforderte Nachweise nicht mit dem Angebot vorlegen. Er wies eine Klage eines Bauunternehmers ab, dessen Angebot die angeforderten Unterlagen nicht enthielten – keine Chance auf Schadensersatz!

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Geschichtsträchtiges EuGH-Urteil

Überraschende Entscheidungen 2012 und Ausblick 2013
2012 wurden einige überraschende Entscheidungen getroffen. Dabei gehört auch die EuGH-Entscheidung zum Gesamtauftragswert bei Architektenleistungen, die sicher in die Geschichte des Vergaberechts eingehen wird (Ziff.1.).

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Anforderungen müssen nachvollziehbar sein

Vorsicht bei unbegründeten und nicht erforderlichen Anforderungen im Vergabeverfahren (z. B. das Verlangen von Sicherheitsleistungen). Die jeweiligen Anforderungen müssen nachvollziehbar und sachlich gerechtfertigt sein! Das hat die Vergabekammer des Bundes entschieden.

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Kein Reformstillstand

Mit Beschluss des Bundeskabinetts vom 21. Mai 2008 zur Reform des Vergaberechts wurde ein weiterer Schritt vollzogen, das deutsche Vergaberecht auf den aktuellen Stand zu bringen. Das Gesetz wird einige einschneidende Änderungen bringen. Von dem Referentenentwurf (März 2008) weicht der Gesetzentwurf der Bundesregierung nur wenig ab.

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Gleichbehandlungsgrundsatz darf auf keinen Fall verletzt werden

Aufhebung „als letztes Mittel“
Die neuere Entscheidungspraxis geht davon, dass bei gleichen oder gleichwertigen Mängeln der verbleibenden Bieter nicht in jedem Fall aufgehoben werden muss. Folglich besteht hier wenigstens noch die Chance, das Vergabeverfahren „unter Verzicht“ auf den Ausschluss wegen der Mängel weiterzuführen und gegebenenfalls noch den Zuschlag in dem laufenden Verfahren zu ermöglichen. Die Entscheidung obliegt insofern der Vergabestelle. Die Aufhebung wird „als letztes Mittel“ angesehen. Auf keinen Fall darf der Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt werden, indem man bei einem Bieter etwas „nachsieht“ und bei einem anderen Bieter nicht.

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Unzumutbare Rechtsunsicherheit für Krankenkassen und Bieter bei Millionenaufträgen

 Unendlicher Streit von Vergabekammern und Gerichten
Abgesehen von dem unerträglichen Streit darüber, ob Bieter eine Möglichkeit haben, in vom Vergaberecht ausgenommenen Aufträgen und Aufträgen unterhalb der Schwellenwerte gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen (Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht ablehnend, Zivil- und Verwaltungsgerichte teils bejahend) gibt es nun einen weiteren „gerichtlichen Paukenschlag“: Das Bundessozialgericht hat in seinem Beschluss vom 22. 04. 2008 (Aktenzeichen: B 1 SF 1/08 R) die sozialgerichtliche Zuständigkeit für Streitigkeiten betreffend Rabattverträge eröffnet.

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Bei Überschreiten greifen die EU-Verfahren

Baumischeinzelleistungen
Die Aufträge über so genannten „Baumischeinzelleistungen“ überschreiten häufig zwar nicht den Schwellenwert für Bauleistungen in Höhe von 5.278.000 €, weisen aber im Einzelfall die Besonderheit auf, dass es sich nicht um „Bauleistungen“, sondern um Lieferungen oder „Dienstleistungen“ handelt, für die die Schwellenwerte von 211.000 € oder 137.000 € („Bund“) maßgeblich sind. Bei deren Überschreiten sind EU-Verfahren durchzuführen, womit auch gleichzeitig der Primärrechtsschutz nach den §§ 102 ff GWB durch das Vergabeüberprüfungsverfahren (Vergabekammer, OLGe) zulässig ist.

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Dienstleistungskonzessionen und Vergaberecht

EU-Vertragsgrundsätze sind zu beachten
Dienstleistungskonzessionen unterliegen bekanntlich nicht dem Vergaberecht. Dennoch sind hier die Grundsätze des EG-Vertrags (Gleichbehandlung, Transparenz etc.) zu beachten. Das Landgericht Frankfurt am Main hat sich mit seinem Vorlagebeschluss vom 28. 01. 2008 (Aktenzeichen: 2-4 O 201/06) damit beschäftigt. Hierbei geht es um die Übertragung einer Dienstleistungskonzession (Bau und Betrieb von Toiletten in Frankfurt am Main). Ausgehend von einer Dienstleistungskonzession legt das Landgericht Frankfurt am Main dem EuGH mehrere Fragen betreffend das Transparenz- und Gleichbehandlungsgebot im Zusammenhang mit Dienstleistungskonzessionen, der Änderung eines Dienstleitungskonzessionsvertrages und der Pflicht zur Neuverhandlung vor. Betroffen sind auch die mögliche De-facto-Vergabe und Beendigungspflichten sowie das Problem der Eigenschaft einer GmbH (gemischte Gesellschaft) als öffentlicher Auftraggeber, die auch auf dem freien Markt tätig ist.

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BMWI - Kosten des Vergabeverfahrens – VOL/A

Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie - BMWI –Studie: Kostenmessung der Prozesse öffentlicher Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge aus Sicht der Wirtschaft und der öffentlichen Auftraggeber

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Insolvenz hat nicht zwangsläufig Ausschluss zur Folge

Bietergemeinschaft
Scheidet das Mitglied einer Bietergemeinschaft wegen Insolvenz aus, ist das allein noch kein Grund zum zwingenden Ausschluss.

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