Rügen, Erkennbarkeit der Verstöße („durchschnittlicher Bieter“) – Sonderfall („öffentlicher Auftraggeber“ als Bieter)

In einer Entscheidung vom 14.12.2016 (VK 2 – 123/16) befasst sich die Vergabekammer des Bundes mit einer Vergabe von umfangreichen Beratungsleistungen zur Durchführung der Vergabeverfahren. Betroffen ist eine nahezu vollständige Ausgliederung des Vergabeverfahrens auf einen Auftragnehmer (von der Markterkundung bis zum Zuschlag etc.). Ausgerechnet für einen Bieter, der seit 1992 diesen Auftraggeber auf der Basis eines Rahmenvertrags berät etc., sollen Verstöße gegen Vergaberecht in den Vergabeunterlagen nicht erkennbar gewesen sein. Die Vergabekammer des Bundes befasst sich ausführlich mit der Rechtzeitigkeit der Rüge, der Erkennbarkeit durch den „Bieterkreis“, insbesondere mit dem „durchschnittlichen Bieter“.

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