Nachunternehmer - Subunternehmer

Unterauftragnehmer (Nachunternehmer - Subunternehmer) - behandeln z. B. § 6 VIII VOB/A  bzw. § 6 IX EG VOL/A - (vgl. auch Art 25 sowie Art. 47 IIRili 2004/18/EG ).
Der Auftrageber fordert den Bewerber bzw.  Bieter dazu auf, nachzuweisen, dass ihm die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen - die "Leihe" der Eignung kann sich hierbei auf Leistungsfähigkeit und Fachkunde, nicht jedoch auf die Zuverlässigkeit beziehen. Als Nachweise können von den Bietern z. B. entsprechende VBerpflichtungserklärungen verlangt werden, in denen sich der Sub- bzw. Nachunternehmer zur Durchführung der Leistungen für den Fall des Zuschlags an den Auftragnehmer verpflichtet.
Der Auftraggeber hat die Möglichkeit, die Bieter aufzufordern - im Anschreiben - in ihrem Angebot die Leistungen anzugeben, die sie an Nachunternehmer zu vergeben beabsichtigen.
Ferner können auch entsprechende  Verpflichtungserklärungen verlangt werden.
Allerdings sind die Verpflichtungserklärungen jedenfalls bei Einschaltung zahlreicher Nachunternehmer nicht mit Angebotsabgabe zu verlangen, sondern erst auf Anforderung an die in Betracht kommenden Bieter vor dem Zuschlag.
Andernfalls könnte bei Großaufträgen ein Bieter von der Angebotsabgabe abgehalten werden, da die Verpflichtungserklärung eine Vereinbarung mit dem Nachunternehmer voraussetzt. Im Übrigen müssen  Leistungsfähigkeit, Fachkunde und Zuverlässigkeit der Nachunternehmer nachgewiesen werden. In Landesvergabegesetzen werden teils weitergehende Anforderungen auch hinsichtlich der Nachunternehmer vorgesehen.
Auch Unternehmern, die nur mit Nachunternehmern arbeiten, aber die Leistungen selbst nicht erbringen (Generalübernehmer) sind zugelassen. Vgl. hierzu Lose. Das Selbstausführungsgebot ist in der VOL/A entfallen

 

Literatrur
Amelung, Steffen, Ausgewählte Fragen im Zusammenhang mit der Benennung von  Nachunternehmern im Vergabeverfahren, ZfBR 2013, 337

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